Grumman Hellcat Mk. I/Mk. II WEEKENDedition

eduard 7437 Spritzguss 1/72

Vorbild: Über die US-Varianten der Grumman Hellcat wurde hier schon sehr viel geschrieben. Ich möchte mich hier ein wenig auf die britische Hellcat Mk. I/II beschränken.

Großbritannien erhielt im Rahmen des Pacht-und-Leih-Abkommens ab 1943 ca. 10 Prozent der Hellcat-Produktion. Es waren insgesamt 1182 Exemplare. Sie verteilten sich auf 252 Hellcat FMk. I(F6F-3), 850 FMk. II(F6F-5) und 85 Hellcat NFMk. II(F6F-5N) auf. In den ersten Monaten wurden die ersten Exemplare bei der Royal Navy als Gannet FMk. I bezeichnet. Später passte man sich den Amerikanern an.

Die ersten Einheiten waren die 800. und 804. Squadron der Fleet Air Arm. Im Februar 1944 wurden sie erstmals bei einem Gribaltar-Geleitzug eingesetzt. Allerdings gingen die meisten Hellcat der FAA in den Pazifik. Dort waren zehn Squadrons damit ausgerüstet. Weiterhin erfolgten Einsätze in Sumatra und Malaya. Nach dem Ende des WK II trennten sich die Briten sehr schnell von den Flugzeugen. Zum Teil wurden sie einfach von den Flugzeugträgern ins Meer geschoben. Diel letzten zwei Squdrons stellten die Hellcat 1946 außer Dienst.

Bausatz: Die Grumman Hellcat im Maßstab ist seit einigen Jahren bei eduard im Angebot und es gibt immer wieder modifizierte Wiederauflagen. Hierbei handelt es sich um eine preiswerte WEEKENDedition der britischen Hellcat Mk. I. In dem attraktiven praktischen Stülpkarton befinden sich gut verpackt drei dunkelgraue Spritzlinge mit 70 Teilen, ein klarer Spritzgussrahmen mit acht Teilen, zwei Decals und die mehrfarbige Bau- und Bemalungsanleitung. Einige Teile sind für andere Versionen bestimmt und wandern in die Restekiste.

Die Spritzgussteile besitzen feine versenkte Strukturen und schöne Details. Der Bau beginnt auch hier mit dem Cockpit. Auf acht Baustufen zeigt eduard wie nur aus den Spritzgussteilen ein schön detailliertes Cockpit entstehen kann. Hier gibt es auf dem Decalbogen auch die passenden Sitzgurte.

Die Fahrwerksschächte befinden sich in den Tragflächenunterseiten und sind schön detailliert. Für die MG-Bewaffnung gibt es ein separates Bauteil. Scharfe Tragflächenhinterkanten garantiert der Aufbau der Tragfläche. Das Fahrwerk ist gut detailliert und es gibt alternative Teile für die Räder mit und ohne Profil.

Der Motor besteht aus acht Bauteilen. Leider fehlt die Verkabelung. Diese gibt es nur als Fotoätzteil. Trotzdem kann so mit Hilfe von dünnem Draht ein schöner Motor entstehen.. Bei den Motorhauben gibt es Alternativteile Eine Kollektion Abwurfwaffen ergänzen den Bausatz.

Der mehrfarbige Decalbogen ist tadellos auf hellblauem Trägerpapier gedruckt und erhält auch die Wartungshinweise. Die Farbangaben beziehen sich auf das GUNZE-Farbsystem.

Bemalungen:

Fazit: Eine preiswerte gut detaillierte britische Grumman Hellcat Mk. I in 1/72. Wer Lust hat, der kann ja diesen Bausatz "aufrüsten". Dieser Bausatz ist für fortgeschrittene Modellbauer geeignet.

Erhältlich dieser Bausatz für Händler bei Glow2B (zu erreichen über www.glow2b.de) oder für Modellbauer im gut sortierten Fachhandel.

Volker Helms, Godern(Oktober 2017)