Spitfire Mk. XVI Bubbletop

eduard 70126 Spritzguss mit Fotoätzteilen

Vorbild: In mehreren Artikeln über die Spitfire hatte ich mich schon über die Geschichte dieses Jagdflugzeugs und deren Versionen geäußert.



Die Supermarine Spitfire Mk. XVI war im Prinzip eine Mk. IX mit dem bei Packard in den USA in Lizenz gebauten Merlin-Motor. Im Zuge der Weiterentwicklung 1944 wurde auch eine große Blasenhaube eingeführt und der Rumpfrücken abgesenkt. Beide Versionen entstanden in über 7000 Exemplaren.

Bausatz: Im Maßstab 1/72 hat die Supermarine Spitfire von eduard einen sehr guten Maßstab gesetzt. Neben der Mk. VIII, der Mk. IX gibt jetzt es auch die späte Mk. XVI einzeln als ProfiPACK. In dem deutlich zu großen praktischen Stülpkarton befinden sich sehr gut verpackt sechs blaugrauen Spritzlinge mit 166 Einzelteilen, ein klarer Spritzlinge mit 15 Teilen, einen mehrfarbig bedruckten Fotoätzteilbogen, die praktischen gelben Masken, zwei Decalbögen und die übersichtliche mehrfarbige Bau- und Bemalungsanleitung.



Die Abspritzung der Bauteile ist einfach Spitze. Es gibt feine versenkte Strukturen. Der Bausatz ist sehr modular aufgebaut und es gibt inzwischen sehr viele Varianten der späten Merlin-Spitfire in 1/72 von eduard. Somit sind recht viele Teile für die Restekiste mit dabei. Eduard liefert alle Bauteile für eine später Mk. XVI.

Der Bau beginnt mit dem sehr gut detaillierten Cockpit. Hier kann man die erhabenen Instrumente mit einem Decal versehen oder das Sandwich-Brett montieren. Die Rumpfinnenseiten haben auch schöne Strukturen. Natürlich liegen in dieser Edition auch die geätzten und farbig bedruckten Sitzgurte bei. Alternativ kann die Einstiegsklappe offen bleiben. Auf dem Rumpfrücken kann man sich bei der Nachbildung des Mechanismus für die Schiebehaube selbst für den Grad der Detaillierung entscheiden.



Vor dem Zusammenbau der Tragfläche sind einige Optionen zu beachten. Ggf. müssen ein paar Bohrungen für die Zusatzträger angebracht werden. Weiterhin müssen ggf. auf der Tragflächenoberseite ein paar Beulen entfernt werden. Damit es keine Probleme mit dem richtigen Winkel der einzelnen Tragfläche gibt liefert eduard einen Hauptholm. Die Tragflächenenden gibt es separat. Damit hat man verschiedene Optionen frei. Die Ruder haben scharfe Hinterkanten.

Bei den Felgen liefert eduard Alternativteile. Hier muss man auf die zu bauenden Bemalungsvariante achten. Die Luftschraube ist einteilig. Das erspart eine gewisse Fummelei. Es gibt noch Bomben oder Zusatztanks, die man unter die Tragfläche hängen kann. Natürlich kann die Cockpitverglasung alternativ in offener Position angeklebt werden. Mit den beiliegenden Masken können die Klarsichteile abgeklebt werden.



Die beiden Decalbögen sind tadellos im Register gedruckt. Es gibt scheinbar jeden Wartungshinweis der Spitfire. Bei den Farbangaben bezieht man sich auf das System von Gunze.

Bemalungen:

Fazit: Ein weiterer toller Bausatz der späten mit Rolls Royce Merlin angetriebenen Supermarine Spitfire in 1/72 von eduard. Dieser ProfiPack der FMk. XVI ist dem fortgeschrittenen Modellbauer sehr zu empfehlen. Es gibt hier einen schönen kompletten Bausatz. Nach Bedarf und Lust kann man bei eduard diesen Kit noch weiter mit viel Resin aufrüstenů

Erhältlich sind die Bausaätze für Händler bei Glow2B (zu erreichen über www.glow2b.de) oder für Endkunden im Handel.

Literaturempfehlungen:

Merlin-Powered Spitfires
WarbirdTech Vol. 35
Kev Darling
Specialtypress 2002
ISBN 1-58007-057-4
The Supermarine Spitfire Part 1: Merlin Powered
Modellers Datafile 3
SAM Publications 2000
ISBN 0-9533465-2-8

Volker Helms, Godern (Oktober 2017)